Der erste Burn zählt!
Beim ersten Anzünden solltest du deine Kerze im Glas so lange brennen lassen, bis die Oberfläche flüssig geworden ist. So vermeidest du die sogenannte „Tunnelbildung“, bei der die Kerze nur in der Mitte abbrennt

Ruhe bewahren!
Zugluft sorgt für flackernde Flammen und rußige Gläser. Stell deine Kerze möglichst windgeschützt auf – so brennt sie ruhig, gleichmäßig und du genießt den Duft ohne Rauchschwaden. 

 

Docht kürzen – immer wieder!
Vor jedem Anzünden solltest du den Docht auf ca. 5-10 mm kürzen. Ein zu langer Docht sorgt für rußige Flammen, ungleichmäßiges Brennen und kann den Duft negativ beeinflussen

Licht aus, Deckel drauf!
UV-Strahlen können dem Duft und der Farbe deiner Kerze schaden. Auch wenn meine braunen Glastiegel gut schützen, mag deine Kerze es lieber dunkel. Lagere sie am besten kühl, trocken und mit geschlossenem Deckel – so bleibt der Duft frisch und das Wachs schön 

 

Wachsreste entfernen – so geht’s ganz leicht!
Um Wachsreste aus dem Glas zu entfernen, stelle das Glas in ein warmes Wasserbad. Das Wachs schmilzt langsam und lässt sich dann mühelos herausgießen oder mit einem Tuch abwischen. So wird dein Glas schnell wieder sauber und bereit für die nächste Kerze oder dein DIY-Projekt 

 


 

 

Sojawachs & Rapswachs 

Wer heute eine Kerze anzündet, setzt oft ein Zeichen für Nachhaltigkeit und bewussten Konsum. Dabei fallen immer häufiger die Begriffe Sojawachs und Rapswachs.
Beide Pflanzenwachse sind eine umweltfreundliche Alternative zu Paraffin:
 Sie sind pflanzlich & vegan, stammen aus nachwachsenden Rohstoffen und sind biologisch abbaubar. Außerdem brennen sie sauberer und mit weniger Ruß, was die Raumluft schont.

 Sojawachs und Rapswachs entstehen aus pflanzlichen Ölen – genauer gesagt aus Soja- bzw. Rapsöl. Nach der Ernte werden die Bohnen oder Samen gepresst, um das Öl zu gewinnen. Dieses Öl wird anschließend gründlich gereinigt, damit es möglichst neutral in Farbe und Geruch ist. Damit aus dem flüssigen Öl ein festes Wachs wird, wird es weiterverarbeitet: Durch spezielle Verfahren (z.B. Hydrierung) wird der Schmelzpunkt erhöht und die Struktur verändert, bis ein festes, schnittfähiges Pflanzenwachs entsteht.  

Kurz gesagt: Aus einer Pflanze wird erst Öl, aus dem Öl wird durch schonende Verarbeitung Wachs – und aus diesem Wachs entstehen schließlich meine Kerzen. 

Paraffinwachs wird – im Gegensatz zu Soja- oder Rapswachs – nicht aus Pflanzenölen, sondern aus Erdöl gewonnen. Bei der Raffination von Rohöl fallen paraffinhaltige Bestandteile als Nebenprodukt an, aus denen das Paraffin herausgelöst wird. Dieses Rohparaffin wird anschließend gereinigt, entölt und weiter aufbereitet, bis ein helles, festes Wachs entsteht.  Paraffinwachs brennt zuverlässig und wird seit vielen Jahrzehnten für die Kerzenherstellung verwendet. Es basiert jedoch auf einem fossilen, nicht nachwachsenden Rohstoff. Da dieses Wachs in großen Mengen als Nebenprodukt der Erdölraffination anfällt und die industrielle Infrastruktur bereits vorhanden ist, ist es sehr günstig und nahezu überall verfügbar. 
Pflanzenwachse wie Soja- oder Rapswachs stammen dagegen aus nachwachsenden Rohstoffen, die angebaut, geerntet und weiterverarbeitet werden müssen. Das macht Kerzen aus Pflanzenwachs zwar etwas preisintensiver, dafür aber zu einer bewussteren und ressourcenschonenderen Alternative zu klassischen Paraffinkerzen. 

 *Letzte Aktualisierung: 12.12.2025